Schweiz schafft Qualifikation
Portner_Schmid_Meister_Schweizer Nationalhymne

Bann endlich gebrochen

Die Schweizer Nationalmannschaft hat den Bann gebrochen: Dank einer starken Leistung und einer knappen 31:32 (17:19) Niederlage in Serbien schafft sie zum ersten Mal seit 2006 die Qualifikation für ein grosses Turnier: Die EM-Endrunde im nächsten Januar in Österreich, Norwegen und Schweden.

Die Durststrecke ist beendet: Die Schweizer Handballer sind erstmals seit der Heim-EM 2006 wieder an einem grossen Turnier dabei. Trotz einer 31:32-Niederlage in Novi Sad gegen Serbien qualifizierte sich das Team von Trainer Michael Suter für die EM-Endrunde 2020 in Österreich, Schweden und Norwegen. Die SHV-Auswahl hatte das Heimspiel gegen die punktgleichen Serben 29:24 für sich entschieden und verteidigte somit den 2. Rang in der Gruppe 2 hinter Kroatien.

Die Schweizer starteten sehr gut in die Partie. Die ersten acht Angriffe verwerteten sie allesamt. Beim 7:5 (10.) betrug der Vorsprung erstmals zwei Tore, in der 16. Minute lagen die Gäste immer noch mit zwei Treffern (11:9) vorne. Es dauerte bis zur 21. Minute, ehe die Serben erstmals in Führung (14:13) gingen. Nach 30 Minuten stand es 19:17 für die Osteuropäer. Und es kam noch schlimmer für die Schweizer, gerieten sie doch bis zur 47. Minute 23:28 in Rückstand. Zwar war zu diesem Zeitpunkt praktisch klar, dass die SHV-Auswahl mit fünf Toren Unterschied verlieren darf. Dennoch hing die direkte Qualifikation für die EM-Endrunde an einem dünnen Faden.

Wie die jungen Schweizer mit dieser schwierigen Situation umgingen, verdient allerhöchste Anerkennung. Mit fünf Toren in Serie vom 24:29 (48.) zum 29:29 (54.) kämpften sie sich eindrücklich zurück, in der 57. Minute gingen sie mit dem 31:30 gar nochmals in Führung. Damit war klar, dass die im Kollektiv überzeugenden Schweizer die Reifeprüfung bestehen würden. Jubeln konnten auch die Serben, die als einer der vier besten Gruppendritten ebenfalls an der EM-Endrunde dabei sind.

Telegramm

Serbien vs. Schweiz 32:31 (19:17)
Sonntag, 16. Juni 2019, 18:00 Uhr, Spens, Novi Sad

Torfolge: 0:1, 4:5, 5:5, 5:7 (10.), 7:9, 9:9, 9:11, 11:11, 11:12, 12:13, 14:13 (21.), 15:14, 15:15, 17:15, 17:17, 19:17; 20:18, 20:19, 22:19, 23:20, 23:21, 25:21, 26:22, 26:23, 28:23, 29:24 (48.), 29:29 (54.), 30:29, 30:31 (57.), 32:31.

Serbien: Milosavljev (6 Paraden)/Ivanisevic (3 Paraden); Pusica, Vujic (3), Crnoglavac (6), Pesic (1), Radivojevic (8/2), Nemanja Ilic (1), Mosic, Vanja Ilic (2), Nikolic (1), Kukic (6), Zelenovic (2), Sretenovic (1), Marsenic (1), Stankovic.
Schweiz: Portner (4 Paraden)/Bringolf (1 Parade); Schmid (6), Meister (1), Rubin (2), Tynowski (6), Svajlen (1), Lier (4/2), Sidorowicz (2), Von Deschwanden, Raemy (2), Küttel (4), Maros (2), Mühlemann (1), Novak.

Bemerkungen: 5’000 Zuschauer – Sr. Sondors/Licis (LAT) – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Serbien; 7mal 2 Minuten gegen die Schweiz – Schweiz ohne Röthlisberger, Milosevic, Delhees, Markovic, Vernier (alle verletzt), Gerbl, Zehnder (beide überzählig). Milosavljev hält Penalties von Lier (24./15:14) und Schmid (46./27:23).

Quelle: sda/SHV

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