Projektarbeit durch ZHAW-Studenten erarbeitet und präsentiert
Pfadi Winterthur geht einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft: Im Rahmen einer Projektarbeit an der ZHAW School of Engineering haben Romana Näf und Valentin Gnoinski die Dekarbonisierung unseres Vereins umfassend analysiert. Ziel war es, die Nachhaltigkeit des Vereins systematisch zu bewerten und konkrete Massnahmen zu entwickeln, mit denen der ökologische Fussabdruck langfristig reduziert werden kann. Im Vorfeld des Heimspiels vom 25. Februar 2026 wurde die Arbeit sowie insbesondere deren daraus resultierenden Erkenntnisse den geladenen Gästen präsentiert.
Die Studie ordnet das Thema zunächst in einen grösseren Kontext ein und beleuchtet die wachsende Verantwortung von Sportvereinen im Bereich Nachhaltigkeit. Anschliessend wurde unser Verein detailliert untersucht, von Mobilität und Infrastruktur über Energieverbrauch bis hin zu Veranstaltungen und Materialeinsatz. Auf dieser Grundlage identifizierten die Studierenden zentrale Handlungsfelder und formulierten praxisnahe, realistisch umsetzbare Verbesserungsvorschläge.
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit war eine Wesentlichkeitsanalyse. Sie zeigte auf, welche Themen aus ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Perspektive die grösste Relevanz für unseren Verein haben. Besonders hoch priorisiert wurden dabei die Bereiche Gastronomie, Unterkunft bei Auslandsspielen, Sponsoren sowie die Halle. Diese Handlungsfelder bieten entsprechend grosses Potenzial, um mit gezielten Massnahmen eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. In diesen Sektoren besteht derzeit kaum Handlungsspielraum, weshalb in der Arbeit die nächstrelevanten Bereiche primäre Mobilität (Spieler, Staff etc.) und sekundäre Mobilität (Fans) genauer untersucht wurden.
Bereits durch eine bewusste Wahl der Verkehrsmittel für die Anreise zu Auswärtsspielen lassen sich die CO₂-Emissionen deutlich reduzieren. Prioritär wird die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr empfohlen. Wo Individualverkehr notwendig ist, sollen Fahrgemeinschaften mit hohem Besetzungsgrad gebildet werden. Diese Massnahmen bringen nicht nur einen tieferen CO₂-Ausstoss, sondern stärken auch den Teamgeist und fördern die Selbstständigkeit der jungen Spieler. Gleichzeitig gilt es, mögliche Herausforderungen wie den Umgang mit Verspätungen im öffentlichen Verkehr, einen erhöhten Koordinationsaufwand für die Trainer zu berücksichtigen und geeignete Lösungen zu entwickeln.
Eine wichtige Erkenntnis der Arbeit ist, dass Nachhaltigkeit kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess ist. Sie muss strategisch verankert und ganzheitlich umgesetzt werden. Mit dieser Zusammenarbeit unterstreicht Pfadi Winterthur, dass sportlicher Erfolg und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen können. Die Projektarbeit liefert wertvolle Impulse, um die Vorbildrolle des Vereins im Bereich der Nachhaltigkeit weiter auszubauen. Auf den eingeschlagenen Weg plant Pfadi Winterthur auf Basis der Arbeit nun nächste Meilensteine.
Pfadi Winterthur Handball dankt auch an dieser Stelle Benno Singer als Initianten und Betreuer, der ZHAW School of Engineering sowie insbesondere Romana Näf und Valentin Gnoinski für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die wertvolle Arbeit und die geschätzte Unterstützung sowie Möglichkeit. Der Anlass, der mit dem Businessnetzwerk ProPfadi sowie dem KMU-Verband Winterthur durchgeführt wurde, war ein würdiger Rahmen und voller Erfolg.