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“Wir tun Alles wenn gespielt werden darf”

Wir wünschen uns, so bald als möglich normale Trainings und normale Spiele durchführen zu dürfen. Bis dahin gilt, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und das bestmögliche aus der aktuellen Situation zu machen. Das ist natürlich schneller gesagt als getan. Aber wir sind auf einem guten Weg, diese Abnormalität mit viel Zuversicht zu überbrücken. Anders gesagt, wir tun schlicht und ergreifend möglichst alles dafür, damit unsere Sportart überleben kann. Auf dem Spielfeld – und auch daneben.

In den Trainings haben wir uns mittlerweile auf allen Stufen mit den grossen und kleineren Einschränkungen arrangiert. Wenn man überhaupt noch trainieren darf, wäre dazu ergänzend zu bemerken. Wir sind eine Hallen-Teamsportart und deshalb ganz besonders betroffen. Einzeltraining und Kleingruppen-Arbeit bieten alleine niemals hundertprozentiger Ersatz für geregeltes Training innerhalb einer Mannschaft. Das was wir derzeit tun dürfen hat sich aber irgendwie eingependelt. Wir machen das Beste draus.

Ganz anders verhält es sich natürlich mit den Wettkämpfen, unseren Spielen. Derzeit darf nur noch in der NLA Frauen und Männer gespielt werden. NLB-, Nachwuchs- und Breitensport-Spielbetrieb: Vorerst Fehlanzeige. Es wird zwar wieder geplant, damit man bereit wäre wenn…

NLA: Publikum fehlt ganz gewaltig
Packen wir darum wenigstens auf Stufe NLA den Stier bei den Hörnern: Da fehlt uns Allen etwas ganz Besonderes. Unser Publikum. Angefangen bei Eltern, Verwandten und Bekannten über Freunde und Fans bis hin zu Gönnern und Sponsoren. Da sind einerseits die wirtschaftlichen Einbrüche welche uns gewaltig beschäftigen. Die Leute auf den Rängen aber sind für uns mehr, sie sind wie das Balsam für unser Spiel. Diese Interaktion – zwischen uns unten auf dem Spielfeld und Euch oben auf den Tribünen – bei Erfolg oder Versagen, Freude oder Betrübtheit, Angst und Respekt oder Mut und Verwegenheit. Sie ist weg. Es fehlt diese emotionale Bindung zu unserem Publikum und wir machen uns ernsthaft Gedanken darüber, dass diese, je länger die Pandemie dauert, irgendwie auch abhandenkommen könnte. Weil wir jedoch davon überzeugt sind, dass diese Bindung auch Euch zu Hause wichtig bleibt, tun wir etwas dafür.

Näher zu den Fans – Investitionen in den Livestream
Neben unseren üblichen Kommunikationsplattformen wie Medien, Website, Newsletter, Liveticker und Social-MediaWir investieren wir beim Livestream kräftig in dieses zentrale, uns mit Fans und Zuschauern zu Hause verbindendes Element. Das bringt uns trotz getrennt auszulebenden Emotionen irgendwie etwas näher. Wir haben uns von Anbeginn der Zuschauereinschränkungen gesagt, auch am übrigen Service werde nicht gerüttelt. Die sehr gute Infrastruktur der AXA Arena spielt uns dabei in die Hände. Speaker und DJ sorgen für‘s gewohnte Ambiente. Die Hallenregie mit ihren Screens bietet unseren Sponsoren wie bis anhin eine moderne Werbeplattform, das Ganze wird per Livestream nach Hause transportiert.
Damit dieser Livestream auch eine gewisse Qualität entwickelt, hat sich ein junges Produktions-Team entschieden, ehrenamtlich einen schönen Teil seiner Freizeit diesem Projekt zur Verfügung zu stellen. Es ist in den vergangenen Wochen schon vieles umgesetzt worden. Ein neuer Server wurde aufgebaut und in die bestehende Anlage installiert, weitere Bildschirme erlauben nun eine bessere  Integration mehrerer Kameras und eine Ausweitung der Werbeplattform-Angebote. Der Ton ist verbessert worden, eine Kommentatoren-Funktion wurde eingebaut. Damit sorgt der einstige NLA-Keeper und Pfadi-Präsident Meini Landolt für sachverständige Begleitung der Live-Bilder. Zwischen Weihnachten und Neujahr sind in der Arena 1500 Meter neue Kamera- und Intranet-Kabel verlegt worden. Sie verkürzen die Auf- und Abbauzeiten und dienen dazu, dem Regisseur den Kontakt zu seinem Personal an den Kameras zu vereinfachen und ein hochwertigeres Bild-und Tonsignal zu den Geräten im Regieraum sicherzustellen. Zudem sind in den letzten Spielen bereits bediente Kameras eingesetzt worden, welche das Spiel auf Spielfeldniveau näher bringen und dereinst auch für Interviews genutzt werden können.

Automatisiertes Kamerasystem – für Spiel und Training
Dank einer Zusammenarbeit des Schweizerischen Handballverbandes mit der Swisscom wurde und wird vorerst in den NLA-Hallen derzeit ein automatisiertes Kamerasystem installiert. Es dient einerseits bereits dazu, den Personalbedarf an Kameraleuten beim Livestream oder neu auch den SPORT1–Übertragungen zu entlasten, andererseits kann es, bei entsprechenden Mehr-Investitionen, auch TV-Bilder mit anderen optischen Eindrücken besser einzufangen. Die AXA Arena tätigt diese zusätzlichen Investitionen. Es werden auch in der Längsachse über Kreuz zwei weitere automatisierte Kameras dafür sorgen, dass das Spiel von oben auch mit frontaler Sicht zum Tor aufgenommen und in die Übertragung geschnitten werden kann. Diese Möglichkeit ergänzt oder ersetzt die doch einigermassen eingeschränkte Hintertorsicht. Alle automatisierten Kameras werden künftig dank entsprechender Software und bildlichen Darstellungsgeräten auch dem Trainingsbetrieb dienlich sein. Echtzeit Video-Analyse rückt für Trainer und Spieler nun in greifbare Nähe.

Learning by doing – es lohnt sich für Alle
Es sind noch keine Meister vom Himmel gefallen. Unser junges Team – ergänzt mit einigen alten Hasen – arbeitet freiwillig und in der Freizeit für all diese Projekte. Viele haben einen technischen Background, beispielsweise aus der arg gebeutelten Eventbranche. Sie lernen derzeit mit sehr viel Engagement Neues dazu und bringen sich mit vielen guten Ideen im Sinne des Ganzen mit ein, setzen sie dann auch um. Wenn das Budget fehlt, sind sie sich nicht einmal zu schade, auch mal selber etwas zu beschaffen, wenn’s denn unbedingt erforderlich ist. Wir haben bewusst darauf verzichtet, Livestream-Angebot semiprofessioneller oder professioneller Anbieter anzunehmen. Herzblut ist bekanntlich immer noch die beste Überzeugung. Die Jungs um Ramon Leuenberger lernen schnell. Betrachtet man die Fortschritte, hat sich der Entscheid bereits gelohnt.

Personal wird immer gesucht
Der Pfadi-Livestream ist in seiner neuen Ausrichtung personell aufwendiger geworden. Deshalb sind ambitionierte Personen mit einer Affinität zu Video, Film und Foto oder Veranstaltungs- oder Informationstechnik stets gefragte Helfer. Interessenten können sich bei Ramon Leuenberger direkt melden.

Kontakt:
leuenberger-ramon@bluewin.ch oder 079 852 23 43.

Livestream-Partner:

Fotos: zVg. & Martin Deuring | www.deuring-photography.com

Zuerst die Verkabelung …

… damit später Vieles einfacher und besser möglich wird …

… und zu Hause ein gutes Feeling aus der Arena rüberkommt.

Die nächsten NLA-Spiele:
Fr. 05.02.2021 | 19:30 | Pfadi Winterthur vs. BSV Bern | AXA Arena Winterthur
So. 07.02.2021 | 16:00 | GC Amcitia Zürich vs. Pfadi Winterthur | Saalsporthalle Zürich
Sa. 13.02.2021 | 17:30 | RTV 1879 Basel vs. Pfadi Winterthur | Rankhof Basel
Sa. 20.02.2021 | 19:00 | Kadetten Schaffhausen vs. Pfadi Winterthur | BBC Arena Schaffhausen
Mi. 24.02.2021 | 20:00 | HSC Suhr Aarau vs. Pfadi Winterthur | Schachenhalle Aarau

Kurzfristige Änderungen wegen Corona-Pandemie jederzeit möglich.
Alle Partien wie immer live auf HandballTV oder SPORT1