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Ein hartes Stück Arbeit beim 24:25 (9:10)

In einer einmal mehr umkämpften Partie in der Thuner Lachenhalle ging Pfadi als lachender Sieger vom Feld. Den doppelten Punktgewinn hat sich das Team von Adi Brüngger dank einer stark verbesserten Leistung im dritten Viertel der Spielzeit verdient. In dieser Phase des Partie trumpfte vor allem Yannick Ott gross auf.  

Es harzte mächtig. Gleich zum Auftakt ins Spiel gelang es Pfadi zwar, durch einen verwerteten Siebenmeter von Marvin Lier und einen Treffer von Aleksandar Radovanovic etwas vorzulegen. Wacker beging in der Anfangsphase reichlich offensive Fehler, welche Winterthur resoluter hätte nutzen müssen. Die Thuner jedoch, welche sich wie ihre Gäste, ebenfalls mit verletzungsbedingten Ausfällen herumzuschlagen haben, taten in der Folge das, was sie immer wieder auszeichnet. Sie fighten in der Deckung, bringen den Gegner so aus dem Konzept, zwingen diesen förmlich zu Fehlern. Und sie passierten den Gästen, dies gleich reihenweise. Mal ein technischer Fehler da, dann der Fehlschuss dort, Fehlpässe an den Kreis. Die Berner Oberländer fanden über die Defensive ins Spiel und lagen nach dreizehn Minuten 4:3, später gar 6:3 in Front. Zwischenzeitlich hatte Pfadi Trainer Adi Brüngger eine Auszeit nehmen müssen, es folgte die Umstellung vom 3:2:1 in das etwas defensivere 5:1-Deckungssystem. Damit hatte dann die Thuner ihre Mühen, Pfadi ging seinerseits mit einem Treffer in Front. Dieser Eintorevorsprung hatte bis zur Pause Bestand (9:10). Auch diese Partie war in den ersten dreissig Minuten von Fehlern geprägt, hüben wie drüben.

Yannick Ott bringt Schwung ins Spiel
Nach dem knappen Vorsprung zur Pause drehte einer in der Offensive ganz besonders auf. Yannick Ott wurde zum Dreh- und Angelpunkt einer vorerst deutlich disziplinierter angreifenden Gästemannschaft. Nicht nur das, er trat auch als Torschütze in Erscheinung. Bis zum Spielende sollte er noch fünf Tore beisteuern. Nur fünf Minuten nach Wiederbeginn stand es bereits 10:14, später gar 13:17. Die Thuner hatten in dieser Phase des Spiels viel weniger Zugriff auf die Pfadi-Angriffsbemühungen als noch in der ersten Halbzeit. Die Gastgeber traten erst nach dem 14:19 wieder entschlossener auf. Und die Winterthurer vielen wieder in den Geschenke-Modus. Die Fehlwürfe und technischen Fehler häuften sich erneut, dazu kamen noch drei Zeitstrafen gegen Adir Cohen, Peter Schramm und später auch noch Stefan Freivogel (wegen zu vielen Spielern auf dem Feld). Die Thuner kamen wieder ins Spiel zurück, knapp zwei Minuten vor Schluss schafften sie durch Jonas Dähler den Anschlusstreffer zum 23:24. Fünfzig Sekunden später aber tankte sich Marvin Lier entschlossen durch, traf zum Zweitorevorsprung, welchen Ivan Wyttenbach dreizehn Sekunden später wieder reduzierte. Zu spielen waren da noch vierzig Sekunden, Adi Brüngger nahm ein letztes Timeout. Unter Zeitdruck liess Peter Schramm einen weiteren Kracher los, diesen parierte Keeper Marc Winkler ins Seitenaus, der Ball blieb damit kurz vor Abpfiff in Winterthurer Händen. Der knappe, über die gesamte Spielzeit gesehen jedoch verdiente Sieg wurde, unter den erwartet anforderungsreichen Umständen, doch noch Tatsache. Wer in Thun gewinnen will, das hat diese Partie wieder einmal bewiesen, muss sich auf ein schweres Stück Arbeit gefasst machen.

Hauptprobe für Europacup geglückt
Nächstes Wochenende reist Pfadi in den Kosovo. In der Kleinstadt Peja spielen die Winterthurer das Hin- und Rückspiel gegen den kosovarischen Meister KH Besa Famgas. Die Hauptprobe dazu ist nun schon mal geglückt. Zu erwarten ist, dass sie da von einer ziemlich robusten Mannschaft erwartet werden. Die Herausforderung wird ähnlich wie im Berner Oberland sein. Nur dürfen sich die Gäste dann nicht mehr ganz so viele Fehler erlauben. Das Team reist am Freitag nach Pristina, am Montag kehrt man wieder in die Schweiz zurück.

Telegramm

Wacker Thun – Pfadi Winterthur 24:25 (9:10)
Mittwoch,  4. September 2019, 19:30 Uhr, Lachenhalle Thun

Wacker Thun: Winkler, Zuege; Holm (2), Felder, Dähler (3), Suter (5), Giovanelli, Lanz (1), Wyttenbach (8/6), Friedli (3), Lüthi, Simon Huwyler, Schwab, Manse (1), Stefan Huwyler, Gruber (1).
Trainer: Rubin.
Abwesende: Wick; Raemy, Delhees, Guignet, Linder (alle verl.).

Pfadi Winterthur: Schelling, D. Heer; Quni, Ott (5), Pecoraro (1), Cohen (1), Dangers (1), Lier (8/3), Störchli, L. Heer (1), Radovanovic (2), Jud (2), Bräm (1), Freivogel, Svajlen, Schramm (3).
Trainer: Brüngger
Abwesende: Schulz, Huber; Tynowski, Vernier (alle verl.); Schönfeldt, Murri, Bührer (alle überz.)

560 Zuschauer; Schiedsrichter Castineras/Zwahlen; Delegierter Theiler; Strafen: 3:5; Siebenmeter: 6/6 : 4/5.

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Bilder Martin Deuring (Archiv) | deuring-photography.com

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Die nächsten Heimspiele in der AXA Arena
So. 15.09. | 17.00 Uhr | Pfadi Winterthur – HSC Suhr Aarau
So. 22.09. | 17.00 Uhr | Pfadi Winterthur – TSV St.Otmar St.Gallen
So. 29.09. | 17.00 Uhr | Pfadi Winterthur – HC Kriens-Luzern