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Schrittregel, Kopftreffer, Spieleranzahl

Mit der neuen Saison 2025/26 kommen auch Regelanpassungen zur Geltung. Der internationale Handball-Verband IHF hat mehrere Spielregeln aktualisiert, unter anderem bei der Schrittregel und Kopftreffern bei Penaltywürfen.

Bei den diesjährigen Regelanpassungen handelt es sich in erster Linie um Präzisierungen, die ein besseres Verständnis der Auslegungen anstreben. Das betrifft etwa die Konkretisierung zum Nullschritt oder die Erklärung des Begriffs «im Spiel». In anderen Bereichen, etwa beim Kopftreffer nach 7-Meter, kommt es zu Anpassungen.

Schrittregel und Nullschritt

Der Nullschritt aus dem eigenen Prellen wird neu erlaubt. «Wenn ein Spieler den Ball erhält oder fängt, während seine beiden Füsse den Boden nicht berühren, wird das Aufsetzen eines Fusses oder beider Füsse gleichzeitig auf den Boden nicht als Schritt gewertet», heisst es neu in der Regel 7:3.

Der Unterschied besteht hier in der Definition von «erhalten» und «fangen»: Ein Spieler erhält den Ball von einem anderen Spieler und fängt ihn aus dem eigenen Prellen.

Kopftreffer gleich geahndet

Wird der Torwart bei einem Siebenmeter am Kopf getroffen, gibt es ab dem 1. Juli keine Disqualifikation (rote Karte) mehr, sondern eine Zeitstrafe (8:8d) – vergleichbar zu Kopftreffern in einer freien Spielsituation.

Auch die rote Karte gegen einen Feldspieler, der mit einem direkten Freiwurf nach Schlusssignal einen Abwehrspieler am Kopf trifft, ist durch eine Zeitstrafe ersetzt (8:8e). So ist Einheitlichkeit beim Umgang mit Kopftreffern gegeben.

16 Spieler*innen auch in der Breite

Interessant gerade für den Amateurhandball ist die Anpassung in Regel 4. Dort wird in Absatz 1 festgelegt, dass eine Mannschaft «aus bis zu 16 Spielern» besteht.

Bislang war die Spieleranzahl auf 14 Spieler beschränkt und nur in der QHL und SPL ein Kader von 16 Spielern erlaubt. Mit Blick auf die internationale Entwicklung dürfen neu auch Teams der tieferen Ligen mit einem 16er-Kader ans Spiel reisen.

«Im Spiel»

«Der Ball gilt ab dem Zeitpunkt der Ausführung eines formellen Wurfs als ‘im Spiel’, bis das Spiel durch einen Pfiff der Schiedsrichter, des Zeitnehmers oder des Delegierten unterbrochen wird oder die Schiedsrichter eine Entscheidung über Abwurf oder Einwurf treffen», heisst es neu in der Einleitung zu Regel 7 (Spielen des Balles)..

Alle Änderungen können im aktuellen Regelwerk der IHF nachgelesen werden.

Quelle: IHF | SHV (Text) | Martin Deuring (Bilder)

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