EHF EL_Presov_120_Tynowski_Praesident und Co_Presov-Pfadi
EHF EL_Presov_121_Schoenfeldt_Tskhovrebadze_Presov-Pfadi
EHF EL_Presov_122_Stolz_Cvetkovic_Jurca_Presov-Pfadi
EHF EL_Presov_123_PK_Goluza_Cvetkovic_Tynowski_Presov-Pfadi

Je länger die Partie dauerte, desto besser wurde Pfadi

Pfadi gewinnt mit 33:29 (12:16) bei Tatran Presov und holt sich die ersten Punkte in der starken Gruppe A der EHF European League. Zur Halbzeit noch mit vier Toren im Rückstand, drehten die Pfader den Match im zweiten Teil zu ihren Gunsten. Eine starke Teamleistung mit einem alles überragenden Auftritt von Cédrie Tynowski mit insgesamt 10 Toren (100% Wurfquote) führten zum verdienten und umjubelten Auswärtssieg.

Angereist als Underdog, verliess unser Fanionteam am Ende die imposante Tatran Handball Arena überglücklich. Grund dafür war eine überragende Leistung. Nach schwerer erster Halbzeit und einem deutlichen 12:16-Rückstand drehte die Partie aufgrund zweier taktischer Kniffe in der zweiten Halbzeit komplett zu Gunsten des Schweizer Meisters – aber der Reihe nach…

Vor enttäuschender Kulisse begann das Spiel ausgeglichen (3:3), ehe der Gastgeber kontinuierlich davonzuziehen vermochte (5:9, 17. Spielminute). Zwar verteidigte die Pfadi-Defensive die gegnerischen Angriffe vermehrt bis zum Zeitspiel, danach jedoch fand der slowakische Serienmeister zu oft den Erfolg über den Kreis. Erschwerend kamen dabei die vier Zeitstrafen hinzu (früh zwei davon gegen Linkshänder Cédrie Tynowski), die das Team insgesamt acht Minuten in Unterzahl agieren liessen. «Sieben technische Fehler in der ersten Halbzeit sind zudem zu viel», analysierte Cheftrainer Goran Cvetkovic im Nachgang selbstkritisch, während sein Gegenüber Slavko Goluza mit der verpassten Möglichkeit haderte «das Spiel bereits in der ersten Halbzeit zu unseren Gunsten zu entscheiden.»

Umstellung in der Defensive und mit dem Mittel des 7. Feldspielers
Sein Team führte mit 16:12 zur Pause dennoch komfortabel. Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Pfadi-Defensive im versetzten 5:1. Vorab mit Henrik Schönfeldt an deren Spitze, danach übernahm dessen Part Moustafa Hadj Sadok, ehe dieser aufgrund anhaltender Knieschmerzen vollends passen musste. Dies ermöglichte dem 18-jährigen Dominik Ruh die Möglichkeit zum Auftritt auf grosser europäischer Bühne. Die Nachwuchshoffnung beeindruckte dabei in seinen zwanzig Spielminuten, indem er sich nahtlos in das Pfadi-Kollektiv einfügte.

Ab der 38. Spielminute agierte das Team von Cheftrainer Goran Cvetkovic offensiv zudem mit dem Mittel des siebten Feldspielers – und wie es dies tat. Angeführt von Spielmacher Kevin Jud und Linkshänder Rares Jurca traf es gefühlt immer die richtige Entscheidung. Tore vom beeindruckenden Stefan Freivogel am Kreis, über die Flügel Noam Leopold und Cédrie Tynowski oder eben durch Jud und Jurca waren das Ergebnis. Immer und immer wieder. Die Effizienz führte erst zum 21:21 Ausgleich durch Noam Leopold in der 45. Spielminute, ehe der an diesem Abend makellose Cédrie Tynowski (10 Tore aus 10 Versuchen!) gar die erstmalige Führung herbeiführte (22:21, 46. Spielminute). Diese gab das Team in der Folge nicht mehr aus der Hand – voller Leidenschaft powerte es bis zum Schlusspfiff unaufhaltsam weiter, entschied die zweite Halbzeit mit 21:13 deutlich zu seinen Gunsten und belohnte sich letztlich mit dem hochverdienten 33:29-Auswärtserfolg.

Eine überragende Mannschaftsleistung
Diesem steuerten alle mitgereisten Spieler einen wesentlichen Teil bei. Allen voran auch Schlussmann Yahav Shamir, der die gegnerischen Schützen zusehends verzweifeln liess. Juwel Giorgi Tskhovrebadze verwandelte alle vier zugesprochenen Siebenmeter souverän, sodass der Abend bis auf den Makel der zusätzlichen Verletzung von Moustafa Hadj Sadok, ein grandioser wurde. Die Halle wurde dabei immer lauter, weil Pfadi Winterthur immer besser wurde.

Am Ende resultierte ein 33:29-Auswärtserfolg, der Cheftrainer Goran Cvetkovic bei der Pressekonferenz beinahe etwas sprachlos machte. Ihn einzuordnen, vermochte er allerdings im Teamhotel: «Egal was für Umstände auf uns zukommen, egal wer fehlt, egal gegen wen wir spielen, mein Team ist bereit gemeinsam einen riesigen Effort zu leisten. Der Sieg ist grandios, die Art und Weise überragend. Das alles spricht primär für die Jungs als Persönlichkeiten – auf ihre Charaktere bin ich entsprechend sehr stolz.»

Als nächstes im Mobiliar Cup gefordert
Morgen tritt der Tross die lange Heimreise an. Mit dem Sieg im Gepäck wird sie um einiges leichter fallen. Ebenso wird dieser Kräfte freisetzen für das bevorstehende Wochenende im Mobiliar Schweizer Cup. Am Samstag, 20. November 2021 trifft unser Team dabei um 17.00 Uhr im Luzerner Maihof auf den TV Appenzell (1.Liga) sowie im Falle eines Weiterkommens am Sonntag, 21. November 2021 (Anspielzeit 16.45 Uhr) auf den Sieger der Partie zwischen Borba Luzern (2. Liga) und dem HSC Kreuzlingen (NLB). Vorausschauend darauf weiss Cheftrainer Goran Cvetkovic um die Gefährlichkeit dieses bevorstehenden Wochenendes: «Das wird das gefährlichste Wochenende dieser Saisonhälfte. Eigentlich gibt es dabei nichts zu gewinnen und alles zu verlieren.»

Mit dem ersten Sieg in der Gruppenphase der EHF European League Men 2021/22 im Rücken will unser Team dabei im November 2021 weiter ungeschlagen bleiben und den Einzug in den Viertelfinal des Mobiliar Handball Cups klar machen.

EHF European League Men 2021/22 | R3
Tatran Presov (SVK) – Pfadi Winterthur 29:33 (16:12)
Dienstag, 16. November 2021, 18.45 Uhr, Tatran Handball Arena, Presov

Tatran Presov: Leben, Colodeti (1 Tor); Rabek (2/1), Santos (2), Souza Pacheco (5), Fech, Linhares de Souza (3), Recicar (3), Radcenko K., Radcenko A., Kasatkin (8), Kravcak, Lopez Garcia (2), Michalka, Caballero Hernandez (3).
Staff: A) Benicky, B) Goluza, C) Kolpak, D) Vasko.

Pfadi Winterthur: Wipf, Shamir; Osterwalder, Schönfeldt (4), Tynowski (10), Pecoraro (1), Jud (4), Bräm (1), Freivogel (4), Tskhovrebadze (4/4), Jurca (3), Hadj Sadok, Ruh, Leopold (2), Lioi.
Staff: A) Kurbalija | B) Cvetkovic | C) Queetz.
Abwesende: Ott, Pfister, Dechow, Sidorowicz, Vernier, Störchli, Heer, Radovanovic, Lagerquist (alle verletzt), Sjöbrink (krank).

Torfolge: 1:0, 3:3, 4:3, 6:4, 8:5, 10:6, 11:8 (22.), 13:8 (24.), 13:9, 15:9, 15:10, 15:11 (28.), 15:12, 16:12 (Halbzeit); 16:13, 18:13, 18:14, 19:15, 19:17 (38.), 19:18 (40.), 20:18, 20:19, 21:19 (42.), 21:20, 21:21 (45.), 21:22 (46.), 22:22, 22:23, 23:24, 24:26 (51.), 25:27, 26:27 (53.), 27:28, 27:29 (55.), 28:30, 28:31, 29:31 (58.51), 29:33.

435 Zuschauer; EHF Schiedsrichter Ivan Cacador (POR)/Euroci Nicolau (POR); EHF-Delegierter Vladimir Sokol (CRO); Strafen: 3:5; Siebenmeter: 2/4 : 4/4.

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Bilder: zVg.

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Live bei Swiss Sport TV

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Das Spiel zwischen Tatran Presov und Pfadi Winterthur wird live zu sehen sein im Swiss Sport TV.
Swiss Sport TV hat einen linearen frei empfangbaren TV-Sender namens Swiss Sport TV, der in Swisscom TV und Quickline TV verfügbar ist. Sie werden versuchen, alle Spiele auf diesem Kanal zu zeigen. Falls jedoch zwei Spiele gleichzeitig stattfinden oder aus anderen Gründen nicht im Fernsehen gezeigt werden können, werden sie dieses auf ihrer Website zur Verfügung stellen.

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EHF European League – Heimspiele 2021
Di. 23.11.2021 | 20:45 Uhr | Pfadi Winterthur – Bidasoa Irun (ESP)
Di. 07.12.2021 | 20:45 Uhr | Pfadi Winterthur – Füchse Berlin (GER)

Quickline Handball League (QHL) – Nächste Heimspiele in der AXA Arena:
Sa. 13.11.2021 | 19:00 Uhr | Pfadi Winterthur – GC Amicitia Zürich
Sa. 11.12.2021 | 17:00 Uhr | Pfadi Winterthur – HC Kriens-Luzern
So. 19.12.2021 | 17:00 Uhr | Pfadi Winterthur – TSV St.Otmar St.Gallen
Do. 23.12.2021 | 19:15 Uhr | Pfadi Winterthur – Wacker Thun

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